Tipp des Monats

Alle Jahre wieder starten die meisten neuen Auszubildenden dieser Tage mit der Ausbildung; aber auch Jungakademikerinnen und -akademiker beginnen häufig zu diesen Terminen ihre berufliche Laufbahn.

 

Die Verantwortlichen in den Unternehmen sollten jetzt sicherlich die systematische fachliche Einarbeitung immer im Auge behalten. Aber auch die soziale bzw. menschliche Komponente spielt in dieser ersten Zeit eine besonders wichtige Rolle.

 

Erinnern wir alle uns doch mal daran als wir die oder der „Neue“ waren; an all die unbekannten und zum Teil auch befremdlich auf uns wirkenden Dinge in den ersten Tagen und Wochen.

Wie viel Unbekanntes mussten wir lernen, Unterschiede zwischen Schule/Studium und Berufsalltag erkennen und auch verkraften. Wie oft hätten wir uns „weniger ist mehr“ gewünscht und haben uns nicht getraut, den „Profi“ mit unseren Fragen zu stören.

 

Zu einer optimalen Einarbeitung gehören die fachlichen und persönlichen Themen in einem ausgewogenen Maße. Nur dann kann der für die Ausbildung Verantwortliche sicher sein, dass sein Schützling einen guten Einstieg hat, dass gegenseitige Erwartungen benannt und umgesetzt werden können, dass Überforderung oder vorhandene Defizite rechtzeitig erkannt und mit entsprechenden unterstützenden Maßnahmen gegengesteuert werden kann.

 

Oft ist diese Form der Einarbeitung für ein Unternehmen nur schwer zu leisten. Hier gibt es die Möglichkeit, externe Unterstützung zu nutzen. Es gibt Beratungsinstitutionen, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Das gilt aber auch, wenn konkrete Defizite erkannt werden. Sind es die „Klassiker“ (Mathematik, Rechtschreibung u. ä.), kann über die Berufsberatung der Arbeitsagentur Unterstützung durch AbH (Ausbildungsbegleitende Hilfen) genutzt werden.

Geht es mehr um unternehmensbezogene Themen, wie z. B. um den Umgang mit Standardsoftware-Programmen (Word, Excel) oder dem Verhalten gegenüber Kunden, insbesondere auch am Telefon, gibt es entsprechende auf junge Menschen/Auszubildende angepasste Angebote bei regionalen Weiterbildungsanbietern. Die Kosten für solche Weiterbildungen können i. d. R. bis zu 50 % (max. 500 €) durch die sogenannte „Bildungsprämie“ verringert werden. Weitere Informationen sind unter www.bildungsprämie.de zu finden.